8. Februar 2010 von learningrosegarden
Richtig, dies ist kein Urlaubsphoto. Auch kein Photo aus einem Ferienclub. Dies ist der Kinderknast von Lesbos, der malerischen griechischen Ferieninsel vor der türkischen Küste. Die Kinder sind Flüchtlinge, vornehmlich aus Afghanistan, Irak und Kurdistan. Nicht alle überleben. “Die Flüchtlinge werden ganz hinten an der Friedhofsmauer begraben, neben den Gartenabfällen. Ihre Gräber sehen wie große Maulwurfshügel aus. Keine Grabsteine, keine Blumen, kein Schmuck. 40 Ertrunkene habe er hier beerdigt, sagt Nayem, vielleicht auch 60. Er hat sie nicht gezählt und kann das auch nicht nachholen. Die Friedhofsverwaltung ebnet die Grabreihe alle drei Jahre ein. Anschließend lässt sie dort neue Flüchtlinge verscharren. Und dann stecken in neuen Grabhügeln wieder alte Holzbretter, auf denen steht: »Afghane Nr. 1«, »Afghane Nr. 2«, »Afghane Nr. 3«.
Sie haben die Strapazen und Gefahren der South Eastern European Route genommen in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa, das jedoch kein Interesse an ihnen hat. Weder an ihnen, noch an diesem Jungen, der in Calais auf seine Abschiebung wartet. Wer die Flucht nicht überlebt, wird verscharrt.

Die Routen ändern sich, die Tragödien halten an: “Der Friedhof von Lampedusa ist voll mit anonymen Gräbern. Statt eines Namens und eines Fotos tragen die Grabsteine nur eine Nummer. Es würde genügen, symbolisch die Gebeine aus einem dieser Gräber nach Rom, Brüssel, Straßburg, Paris, Madrid, Berlin, London, Wien oder Bern zu bringen, den Zielen der Menschen, die das andere Gesicht Europas sind. Um niemals zu vergessen.” (Fabrizio Gatti, italienischer Camouflage-Journalist in Bilal – Als Illegaler auf dem Weg nach Europa).
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24. Januar 2010 von learningrosegarden
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20. Januar 2010 von learningrosegarden
Kriminalroman von Silas Hepke (8. Klasse)
Kapitel 1
Eine Flucht
Über dem Gefängnis der Stadt Nordbach liegt die pechschwarze Nacht.
Nebelschwaden ziehen schaurig vorbei. Es weht ein starker, kalter Wind in dieser
kühlen Nacht. Alle Häftlinge haben sich schon längst zum Schlafen in ihren
Holzbetten zusammengerollt, um diese ungewöhnlich kalte Sommernacht unbeschadet
zu überdauern. Aber in Zelle 104 wird nicht einmal an eine angenehme Bettruhe
gedacht. Die Häftlinge Björn, Ede und Hugo haben sich etwas ganz anderes in den
Kopf gesetzt. Heute Nacht soll das alles vorbei sein: All die Langeweile und all
die Angst, die sie in dieser Anstalt ertragen haben mussten, wird heute Nacht
endlich ein Ende finden. Dank Edes Fluchtplan, den sie wochenlang in der
Essenspause ausgeklügelt haben, ist die Freiheit schon zum Greifen nah. Heute
Nacht werden die drei Schurken aus der Strafanstalt fliehen. Ein ganz und gar
riesiges Unterfangen, was nicht nur ungeheuren Mut, sondern auch viel
Nervenstärke fordert. Aber zum Glück der drei Ausbrecher besitzt ihr Anführer
Ede, ein Mann von Welt, sowohl das eine als auch das andere. Oft hat er sich
Gedanken über diese Flucht gemacht, lag nächtelang wach in seinem Bett und eines
kann er nun mit Sicherheit sagen: Heute Nacht muss jeder Handgriff perfekt
sitzen, er darf nicht versagen. Weiterlesen »
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11. Januar 2010 von learningrosegarden
Kreativ, koope
rativ, kess: Sie treffen sich im Chaos Computer Club (CCC), sind aber keine Chaoten oder etwa Cracker, sondern die Anführer der weltweiten Hacker-Szene. Sie wollen fehlerhafte Software sicher und moderne Technologien für alle verfügbar machen. Über Berlin haben sie ein WLAN- ähnliches Freifunk-Netz etabliert und in Ghana über Freifunk ein ganzes Dorf mit Internetzugang versorgt: Weiterlesen »
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3. Januar 2010 von learningrosegarden
Ist das Schiller?
Schiller schreibt
so schrecklich kompliziert und manchmal geradezu blasiert.
Ja, es ist Schiller! Schiller macht
mir Sterbenslangeweile. Ich les’
jede Zeile dreimal!
Die Wise Guys
Es stimmt, leicht zu lesen sind die Texte von Friedrich Schiller heutzutage nicht.
Dreimaliges Lesen der Zeilen fällt Schülern leichter, wenn sie sie szenisch umsetzen.
Und dann sind sie keineswegs langweilig, sondern anmutend und bewegend:
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20. Dezember 2009 von learningrosegarden
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6. Dezember 2009 von learningrosegarden
Mehr als 2o Jahre schrieb der Philosoph Michel de Montaigne (1533 – 1592) – in der nüchternen Einsamkeit seines Wohnturms auf Chateau Montaigne unweit von Bordeaux – an seinen Essais, Schriftstücken, in denen er auf spielerische, unsystematische Weise versuchte, sich und die Welt zu verstehen. Fachliches Knowhow erworben hatte er insbesondere durch seine intensiven Studien, aber auch auf seinen ausgedehnten Reisen über den Kontinent und durch seine politische Tätigkeit als Steuerbeamter, Parlamentsrat und zweimaliger Bürgermeister von Bordeaux.

Aus heutiger Sicht können wir sagen, dass Montaigne sein Leben dem lebenslangen Lernen gewidmet hat, was die detaillierten Korrekturen der Essais bis zu seinem Tode belegen. Die Ausstattung seiner Bibliothek war beeindruckend, das Dachgebälk verzierten Zitate aus den Werken der gelesenen Autoren. Daher verwundert es auch nicht, dass Montaigne sich intensiv mit dem Thema Lehren und Lernen auseinandersetzte und erstaunlich aktuelle Theoreme benennt: Weiterlesen »
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29. November 2009 von learningrosegarden

Kinder sind unverwechselbar einzigartig. Sie entwickeln sich aus sich selbst. Eltern und Lehrer haben nur geringen Einfluss darauf, was ein Kind verinnerlicht. Kinder lernen selbstbestimmt, aktiv und selektiv. Sie gehören nur sich selbst.
In seinem jüngst erschienenen Band “Schülerjahre. Wie Kinder besser lernen” legt R. Largo in einem Gespräch mit dem Journalisten M. Beglinger seine Schlussfolgerungen aus seinen langjährigen Studien über Baby- und Kinderjahre für den Schulalltag dar. Das Buch überzeugt vor allen Dingen, weil es dem Verfasser gelingt, entwicklungspsychologische Erkenntnisse auf die Schule zu beziehen und daraus einen Katalog an Forderungen für eine kindgerechte Schule abzuleiten. Jedes Kapitel endet mit einer Zusammenfassung unter dem Stichwort: “Das Wichtigste für die Schule”. Elternhaus, Schule, Gesellschaft können und sollen Anregung geben, dem Kind zu helfen, seine Potenziale auszuschöpfen. Nicht mehr und nicht weniger.
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