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LehrerschelteMission impossible? Die Suche
nach dem guten Lehrer

Wer Freude hat am Umgang mit Kindern und Jugendlichen, sein Fach liebt und ähnlich Begeisterte sucht, aber auch verunsichert ist, ob er geeignet, gerüstet, fit und mehr für die Anforderungen im Lehrerberuf ist, findet anbei vier Tests zur Selbsterkundung:

Dieser Test stammt aus den frühen neunziger Jahren und ist kein bisschen angestaubt. Er beschreibt pointiert die zwiespältigen Spannungsfelder – Schüler, Eltern, Kollegium, Vorgesetzte, Behörden, Alltagsroutinen, aber auch die wesentlichen Persönlichkeitsmerkmale wie Ich-Stärke, Geduld und Modellverhalten, die seit jeher Voraussetzungen für eine langjährige erfolgreiche Berufsgestaltung sind.

Dieser Test ist ein Resultat der Potsdamer Lehrerstudie, die sich hauptsächlich mit den Belastungssituationen des Lehrerberufs befasst  und die 21 Persönlichkeits- bzw. Berufsmerkmale eingegrenzt hat, u.a.  offensiver Umgang mit Misserfolgen, didaktisches Geschick und soziale Sensibilität, deren ausbalancierte Ausprägung sich als Garant für langjährige Zufriedenheit und Gesundheit im Beruf herauskristallisiert hat.

Die Persönlichkeitspsychologie geht davon aus, dass es fünf Grunddimensionen einer Persönlichkeit gibt, die die Unterschiede zwischen Menschen im Wesentlichen beschreiben:
Emotionalität, Extraversion/Introversion, Offenheit, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit.
Sie können sich selbst und andere mittels dieses Test einschätzen, allerdings ist es interessanter, wenn Sie Ihre Selbsteinschätzung mit der Einschätzung eines Kollegen oder Freundes vergleichen:

Gerüstet, gelassen, humorvoll? … Alle bekannten Studien und der Schulalltag bestätigen: Wer sich selbst nicht so ernst nimmt und sich auf den schier unerschöpflichen Witz von Kindern und Jugendlichen einlässt, hat beste Chancen, eine gute Lehrerin bzw. guter Lehrer zu werden.

Wer Zweifel an seiner Eignung zum Lehrerberuf hat, sich jedoch für ein Studium klassischer Lehramtsfächer begeistert, findet Gehör und Alternativen zum Lehrerberuf und (Aus)Wege bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Sie bietet seit 2007 einen speziellen Förderzweig für Studierende der Lehrämter an: http://www.sdw.org/studienkolleg.

Mehr Infos unter Lehrer werden heute – Lesetipps für angehende Lehrerinnen und Lehrer.


Volkspädagogik

 

Ein Streiflicht zum Jahresanfang  für Eva B.

Asklepieion  auf Kos

Die Radio-Sendung Gesund und gleichzeitig krank – Ein Plädoyer gegen den Fitness- und Wellnesswahn - lief bereits im Jahr 2004 und hat damals „einen Nerv getroffen.“

Lag es am satirischen Einstieg, wonach man nur gesund ist, weil man nicht ausreichend untersucht wurde, aber immerhin nach 50 medizinisch-technischen Untersuchungen mindestens einen pathologischen sein Eigen nennen kann?

Lag es an der rheinländisch-humorigen Färbung der Darstellung, die Arztvisiten als sakrale Zelebrierung einer Gesundheitsreligion ad Absurdum führt und mit Binsenweisheiten wie „Aber wer gesund stirbt, ist definitiv tot“  oder „Der Spaß eines Menschen, Leben für einige Jahre zu retten, ist nur Spaß. Der Ernst ist selig Sterben“ (S. Kierkegaard) die Lacher auf seiner Seite hat?

Asklepieion auf Kos

Oder lag es nicht vielmehr an der unvermeidlichen Verunglimpfung des Lehrerberufs – womit sich das Posten dieses Artikels erklärt. Bei der Gesundheitsreligion handelt es sich nach Meinung des Verfassers Manfred Lütz um einen „volkspädagogischen Ansatz. Man möchte die Deutschen zwingen, gesund zu sein. Ich halte ohnehin die Deutschen für ein Volk von Lehrern, durch unterschiedliche Berufe nur verkleidet.“ 

Das wollen wir dann doch nicht hinterfragt lassen. Wo der Zeitgeist weht und die Intelligenz schwärmt, darf professionelle Skepsis  nicht fehlen. Wir wüssten gar zu gerne, was denn unter „Volkspädagogik“ zu verstehen ist. Ist damit Pädagogik fürs Volk oder Volk für Pädagogik gemeint? Oder nachdenklich Vorgetragenes über Gott und die Welt wie z. B.  in Rudolf Steiners Vorträge über Volkspädagogik (1919), die aber auch nicht wirklich zur Begriffsklärung beitragen? So sagt man das doch heute.

Zwar wimmelt es in der Medienwelt von Schlagzeilen wie „Schluss mit der Volkspädagogik von oben und von rechts und links“ und Wikipedia verweist uns auf „Violinpädagogik“ [sic!]; das scheint uns dann doch zu abwegig. Fehlanzeige auch in Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm und Duden/Wahrig online.

Asklepieion auf Kos

Man könnte fast annehmen, dass das Phänomen „Volkspädagogik“ ähnlich wahnhaft zu verstehen ist wie der von Lütz kritisierte Fitness- und Wellnesswahn. Was die von ihm monierte berufliche Verkleidung der Lehrer dann wohl mit des märchenhaften Kaisers neue Kleider verbindet.

Sicher ist, dass der Begriff Pädagogik im 18. Jahrhundert auftauchte und „zum Inbegriff von idealer Geistes- und Menschenbildung überhaupt “ geworden ist, im Detail nachzulesen in „Historisches Wörterbuch der Philosophie“, Bd. 7. Und ist nicht bekanntermaßen seit der Aufklärung das Volk der Souverän? So aufgeklärt und mündig, dass die echten Lehrer ganz ohne Verkleidung daher kommen können?

Wie dem auch sei. Jetzt bleibt uns nur noch der Trostspruch des Heidelberger Arztes und Philosophen Heinrich Schipperges aus der Sendung zur zitieren: „Um gesund zu sein, muss man der Welt im Ganzen zustimmen.“ Und im volkspädagogischen Sinne mit Harald Walach Weg mit den Pillen zu rufen und mit beruflicher Sorgfalt die Lehrerschelte berufeneren Denkern zu überlassen: Michel de Montaigne und Erasmus von Rotterdam.

Platane des Hippokrates auf Kos

 

 


Frohes Neues Jahr

Das After Effects Intro All Around Particles | by Tux3do entwickelte  Marvin Schmidt (10. Klasse) im Rahmen des Projektlernens Denkwelten am AVG 2010.

Mach mit.

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Apfel

Apple,

es reicht!

Lesetipp Romane

Lesezeichen von Maria (8. Klasse)Was lesen, wenn man alle Kinder- und Jugendbücher gelesen hat? Wenn man jenseits der Welten von Harry Potter, wilder Hühner, Illuminati und geliebter Vampire Erfahrungen sammeln möchte?

20 wundersame Geschichten

alphabetisch nach Autoren geordnet, bei denen man en passant fundierte Geschichtskenntnisse erwerben, Antworten auf Fragen finden und die Schönheit der deutschen Sprache erleben kann.


·    Max Frisch: Stiller. Roman (1958)

„Ich bin nicht Stiller“ behauptet der Ich-Erzähler und die 450 Seiten starke Beweisführung und die Beweisführung des Gegenteils ist ein spannendes Verwirrspiel für den Leser, ob jung oder alt. Denn die Frage nach der Identität und der Ich-Akzeptanz bleibt über Altersgrenzen und Zeitgeister hinweg brisant; besonders intensiv und brennend dann, wenn die Liebe involviert ist und die rothaarige Julika so geheimnisvoll-ätherisch (wir befinden uns in Vor-Heidi-Klum-Zeiten) ist. Wer Frisch liest, wird immer wieder konfrontiert mit der Frage, wer man denn sei, in und mit seinen eigenen Entwürfen und Bildern und/oder in und mit denen der anderen. Der Schluss führt den Leser, der sich beim Lesen mit der Hauptfigur im Rollenspiel erprobt, zum Anfang zurück: „Man will sich selbst ein Fremder sein. Nicht in der Rolle, wohl aber in der unbewussten Entscheidung, welche Art von Rolle ich mir zuschreibe, liegt meine Wirklichkeit.“

·   Helga Glaesener: Die Safranhändlerin (1997)

„Misstrauen trieb Benedetto Marzini in die Lagerhalle im Erdgeschoss seines Genueser Palazzo.“ Die Handlung des Romans spielt nicht in Genua, wie der erste Satz vermuten lässt, sondern hauptsächlich in Trier und Umgebung im 14. Jahrhundert. Die Autorin hat fundiert recherchiert und die Geschichte der Safranhändlerin spannend und (im Gegensatz zu den unzähligen auf der Welle der historisierenden Erzählkunst schwimmenden Schreiberlinge) handwerklich solide mit Augenzwinkern erzählt. „Hinter dem Armenviertel breiteten sich die Weingärten aus, in deren Mitte völlig frei die Johannisgasse lag, das war eine gefährliche Strecke. Sie ritten ein Stück hinauf, bogen dann aber schnell in die Straße der Weber ab.“ Der Folgeband kann vernachlässigt werden, nicht nur, weil er in Italien und Frankreich spielt.

·   Günter Grass: Die Blechtrommel (1959)

„Zugegeben: ich bin Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt, mein Pfleger beobachtet mich, lässt mich kaum aus dem Auge; denn in der Tür ist ein Guckloch, und meines Pflegers Auge ist von jenem Braun, welches mich, den Blauäugigen, nicht durchschauen kann.“ Dieser Eingangssatz hat das Potenzial zum schönsten Romananfangssatz gewählt zu werden. Da das Kapitel mit „Der weite Rock“ betitelt ist und sich die Geschichte des kleinwüchsigen Oskar Matzerath unter den weiten Röcken seiner Großmutter entfaltet, kann man gar nicht anders als weiter lesen. Und wird belohnt mit barocker Fabulierkunst, die den Leser quer durch ehemals deutschsprachige Gebiete in Polen und deren wechselvolle Geschichte bis ans Ende – immerhin 784 Seiten in der Taschenbuchausgabe – trägt. Es soll Leser gegeben haben, die dabei die Kunst, Glas durch Schreien zum Zerspringen zu bewegen, ausprobiert haben.

·    Katharina Hacker: Die Habenichtse (2007)

Als bedeutungsvoller und kluger Roman wurde das Erstlingswerk der Autorin rezensiert und gleich mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Weil Katharina Hacker eine Heldin der Moderne beschreibt, die alles hat und die es als Freundin eines Juristen von Berlin nach London treibt, über die Gartenmauern zum misshandelten Kind im Nachbarhaus und zurück, und die „nichts begriffen“ hat, nichts hat als „unerbittliche Ziellosigkeit“? Klug hin, bedeutungsvoll her, Weiterlesen »

Die Kunst der Langeweile besteht darin, alles zu sagen, was man weiß.“

Wenn Schüler sich erwiesenermaßen langweilen, lediglich miteinander im Gespräch sind und die Lehrperson zum Dauerredner machen? Know the signs - Realisieren, was sich abspieltWenn sie beim Lesen und Rechnen vor sich hin murmeln? Wenn sie sich erst bei ihrem Banknachbarn vergewissern müssen, bevor sie einen Redebeitrag leisten können? Wenn sie auf Lehrervorträge mit Zwischenrufen reagieren?

Dann sind sie vielleicht Vomisten, d.h. sie denken laut artikulierend. Dann sind die Gespräche mit dem Banknachbarn und das vermeintlich unkontrollierte In-die-Klasse-Rufen in vielen Fällen nicht undisziplinierte, vorlaute Störmanöver, sondern in wissensdurstiger Absicht gestellte Fragen, Anmerkungen oder Geistesblitze, häufig mit defensiven Anteilen.

„Vomisten sind Menschen, welche Gedanken nicht stumm im Kopf wälzen, sondern (vor)versprachlichen. Sie benötigen die Formung der Worte, um sich selbst über etwas klar zu werden. Entwicklungspsychologische Ebene ist etwa das vierte Lebensjahr. Viele Kinder, selbst Erwachsene fallen jedoch zyklisch oder permanent — denken wir an die nach emotional aufgeladenen Situationen wirkenden Selbsterklärungsprozesse — in diese Murmelphasen zurück.(Corinna Hößle & Kerstin Michalik, Hrsg.: Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen, Hohengehren 2005, S. 10)

Es ist bezeichnend, dass die Autorinnen ein den Schulalltag prägendes Phänomen lediglich in einer Fußnote bedenken. Wer einmal mit einer Schulklasse eine Nacht im gleichen Schlafsaal verbracht hat, weiß um die schier unendliche Denk- und Sprechfreude von Kindern und Jugendlichen. Schrieb nicht bereits Heinrich v. Kleist:

Wenn du etwas wissen willst und es durch Meditation nicht finden kannst, so rate ich dir, mein lieber, sinnreicher Freund, mit dem nächsten Bekannten, der dir aufstößt, darüber zu sprechen.

Fight Boredom - Dublin 2007Warum also nicht das so häufig brachliegende Redepotential der Lerngruppen gelegentlich — über Murmelphasen und Partnerarbeit hinaus — im Unterricht konstruktiv nutzen?

Jeder darf laut denken, das zeitraubende Aufzeigen und Drannehmen entfällt, die Lehrkraft markiert unauffällig den roten Faden. Das Ergebnis der Stunde wird gemeinsam bilanziert und was noch getan werden musss, wird projiziert.

Ungezügelte Kommunikation lässt sich leicht vermeiden, wenn die Lerngruppe mit dem Zählspiel Einundzwanzig vertraut ist:

Jedes Mitglied der Gruppe muss sich mindestens einmal beim lauten Zählen bis 21 zu Wort melden. Einer beginnt zu zählen und nennt die Zahl Eins,  ein Zweiter nennt die Zahl Zwei usw. Die Reihenfolge der Zähler darf nicht festgelegt werden, jeder Zähler ist also gezwungen, seine Mitzähler genau zu beobachten und seine eigene Zahl entsprechend zu platzieren. Sprechen zwei (oder mehr) Sprecher gleichzeitig, beginnt das Spiel von Neuem.  Das Spiel endet, wenn die vereinbarte Zahl ohne gleichzeitiges Sprechen erreicht ist. Zählen bis 50 kann gelegentlich reizvoll sein, Zahlen über 50 ermüden. Besonders spannend ist das Spiel bei geschlossenen Augen.

Lernförderliche Nebeneffekte des Spiels und seiner vomistischen Umsetzung: Alle kommen zu Wort, Vielredner werden ausgebremst, stille Denker werden zum Sprechen ermutigt. Die veränderte Gruppendynamik zwingt alle zu Konzentration und Kooperation, der Umgang mit den Themen beschleunigt und intensiviert sich. Darüber hinaus macht die zügige Interaktion Spaß, vertreibt Langeweile und wirkt logischerweise störungsprophylaktisch. Der Redeanteil der Lehrperson verringert sich zwangsläufig drastisch. Lautes Denken kann beflügeln.

Es liegt ein sonderbarer Quell der Begeisterung für denjenigen, der spricht, in einem menschlichen Antlitz, das ihm gegenübersteht; und ein Blick, der uns einen halbausgedrückten Gedanken schon als begriffen ankündigt, schenkt uns oft den Ausdruck für die ganz andere Hälfte desselben. Ich glaube, daß mancher großer Redner, in dem Augenblick, da er den Mund aufmachte, noch nicht wußte, was er sagen würde. Aber die Überzeugung, daß er die ihm nötige Gedankenfülle schon aus den Umständen, und der daraus resultierenden Erregung seines Gemüts schöpfen würde, machte ihn dreist genug, den Anfang, auf gutes Glück hin, zu setzen.“

Die Kunst der Langeweile besteht darin, alles zu sagen, was man weiß.“

Ein Fazit der Studie zum Thema Langeweile in der Schule von Thomas Götz 2007.

Mehr zum Thema

  Langeweile

AsternDass der Roman von Rafik Schami als Kinderbuch  und in der Orientierungsstufe gelesen wird, verdankt er wohl seiner Kürze und dem   humorvoll beschriebenen märchenhaft anmutenden orientalischen Lokalkolorit. Dem reiferen Leser offenbart sich jedoch das ernsthafte Anliegen des Romans gleich im ersten Tagebucheintrag:

„Die Chinesen haben es mit der Erfindung des Papiers möglich gemacht, dass die Kunst des Lesens und Schreibens für jedermann zugänglich wurde. Sie brachten die Schrift von den Tempeln der Gelehrten und den Palästen der Könige auf die Straße.“ 

Der Roman thematisiert in meist kurzen Tagebucheinträgen über  einen Zeitraum von drei Jahren aus (anfänglich naiv) kindlicher Erzählperspektive die Initiation eines vierzehnjährigen Jungen aus Damaskus in das Leben; vornehmlich jedoch in die Kunst des Lesens und Schreibens  in einem autokratischen System, die Geschichte spielt nämlich im Syrien der Militärdiktaturen  der 40er und 50er Jahre. Er empfiehlt sich daher als ein unaufdringliches,  aber überzeugendes Plädoyer für Menschenrechte und Pressefreiheit:

„Leise muß ein Erzähler sein, und je leiser er ist, desto weiser ist er.“

Ob Kinder die Geschichte des Bäckerjungen wirklich  goutieren können, Weiterlesen »

René Magritte - L´ Art de la Conversation IWer jemals an einem Beratungsgespräch teilgenommen hat, sei es als Beratender oder Beratener, weiß um die spezifischen Schwierigkeiten des Verstehens und Einverständnisses. Der belgische Maler René Magritte (1898-1967) hat das generelle Problem der Konversation mehrfach vieldeutig thematisiert: als die Kunst der gemeinsamen Konstruktion eines  überwältigenden Traums, als Traum von der Kunst des gemeinsamen Aus-dem-Wegräumens augenscheinlich unüberwindbarer Hindernisse, als Albtraum, aber auch als gemeinsame Reise über einen dunklen Pass, vor dem sich ein neuer Horizont eröffnet.

Renè Magritte - L`Art de la Conversation IISchüler und Anfänger im Lehrerberuf  verstehen sich vielfach nicht als Ratsuchende, sondern als der Beratungssituation ausgelieferte. Daher erleben sie sich häufig herausgefordert wie die Gesprächsteilnehmer in Magrittes Darstellung und in den meisten Fällen wenig hilfreich beraten, sondern vielmehr wenig hilfreich belehrt. Lehrer und Ausbilder dagegen erleben sich häufig als ohnmächtig, weil ihre  Bemühungen nur geringfügige Resonanz finden und ihr Knowhow über die Prüfungssituationen hinaus keinerlei Beachtung mehr findet.

In Analogie zu Magrittes L`Art de la Conversation I und III könnte man Weiterlesen »

Stefan Andres

"Wir sind Utopia" - Philippe Büdinger

„Die Zigarette oder das Messer!“

1) Zeitaufwändig, langweilig, kompliziert und umständlich, eine echte Herausforderung

So bewerten israelische Schüler das Lernen mit Büchern in der Schule. Ihre Begründung: Bücher enthalten mehr Details, sind genauer, seriöser und ausführlicher, der Leser muss sich intensiv mit dem Stoff auseinandersetzen und kann, im Gegensatz zum Lernen mit Internet, nicht zum Spielen, Chatten und Surfen ausweichen. Sprache als Herausforderung

Missen wollen die Schüler das Internet mit all seinen Vorteilen nicht. Fundiert und nachhaltig wird  Wissen ihrer Meinung nach jedoch  nicht durch vergnügliches Clicken und Surfen, weil die optisch ansprechende Oberfläche und der flache Inhalt von Internetquellen häufig korrelieren, sondern erst durch das anstrengende Lesen schwieriger Bücher.

Wirft man einen Blick in die Taschen und Sammelordner der Schüler wundert man sich schon,   wieviel  leichte Kost in Kopie-Format ihnen heutzutage zugemutet wird. Nicht verwundert es, dass sich auf diese Weise größere Leselust, tiefgründiges kritisches Leseverstehen oder skeptisches Abwägen literarischer Gütekriterien nicht einstellen.Erzähler

2) Zeitaufwändig, langweilig, kompliziert und umständlich, eine echte Herausforderung?

Die Frage nach dem Warum stellte eine 10. Klasse beim Lesen der beiden Novellen Wir sind Utopia (1936) und El Greco malt den Großinquisitor (1942) von Stefan Andres.  Stefan Andres ist ein Paradebeispiel Weiterlesen »

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