Die überzeugenden Grundthesen des emeritierten schweizer Professors für Kinderheilkunde Remo Largo lauten: Kinder sind unverwechselbar einzigartig. Sie entwickeln sich aus sich selbst. Eltern und Lehrer haben nur geringen Einfluss darauf, was ein Kind verinnerlicht. Kinder lernen selbstbestimmt, aktiv und selektiv. Sie gehören nur sich selbst.
In seinem jüngst erschienenen Band „Schülerjahre. Wie Kinder besser lernen“ legt R. Largo in einem Gespräch mit dem Journalisten M. Beglinger seine Schlussfolgerungen aus seinen langjährigen Studien über Baby- und Kinderjahre für den Schulalltag dar. Das Buch überzeugt vor allen Dingen, weil es dem Verfasser gelingt, entwicklungspsychologische Erkenntnisse auf die Schule zu beziehen und daraus einen Katalog an Forderungen für eine kindgerechte Schule abzuleiten. Jedes Kapitel endet mit einer Zusammenfassung unter dem Stichwort: Weiterlesen »
Alles eine Typ-Frage. Warum manche Lehrer besonders „ Burn-Out“ gefährdet sind und was sie dagegen tun können von H. Biesenbaum (swr2 Eckpunkt 16.01.04 Manuskriptdienst)
Teach for America: Seit zwei Jahrzehnten verzichten Absolventen amerikanischer Elitehochschulen auf den Karrierestart und unterrichten freiwillig in sog. Problemschulen, um sich selbst besser kennen zu lernen und sich für gesellschaftliche Notwendigkeiten zu sensibilisieren, aber auch um erfolgreiche Unterrichtskonzepte zu entwickeln und soziale Ungerechtigkeiten im Schulsystem auszugleichen.
Seit 1994 ist der 5. Oktober Weltag des Lehrerberufs.
„Wir ehren heute die, die eine Laufbahn als Lehrer wählen und sich ihr verschreiben. Wir wissen, dass nicht jeder seinen Beruf optimal ausüben kann. Wir wissen auch, dass der menschliche Kontakt, das Verständnis und das Urteil eines professionell ausgebildeten Lehrers niemals ersetzt werden kann, so anspruchsvoll das Lehrmaterial auch sein mag,. Wir bitten die Regierungen eindringlich, sicherzustellen, dass Lehrer unter guten gesundheitlichen und finanziellen Voraussetzungen arbeiten und leben können, wie dies in den zwei internationalen Empfehlungen zum Status des Lehrers dargelegt worden ist.“ (Presseerklärung der Deutschen UNESCO-Kommission 2002)
Teaching is an Act of Hope
The transcript was found in theIrish IndependentJune 23, 2009 entitled Teaching is a job lacking in total respect Weiterlesen »
„Jeder vierte Schüler in Deutschland erhält zumindest zeitweise Nachhilfestunden. Die Gruppe der Anbieter ist unübersichtlich und wächst stetig. Professionelle Institute bieten ebenso ihre Dienste an wie Laien. Eine Untersuchung der Universität Bielefeld zur „Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Nachhilfeunterricht“ bescheinigt dem privaten Unterricht durchaus gute Noten. Dreiviertel der Nachhilfeschüler bringen laut Studie bessere Zensuren mit nach Hause; außerdem unterstütze der Nachhilfeunterricht die Fähigkeit zum selbstständigen Lernen. Aber ist das nicht Aufgabe der Schule? Weiterlesen »
In The Outliers: The Story Of Success beschreibt der Journalist Malcolm Gladwell eingängig und unterhaltsam, dass Exzellenz Zeit, Mühe, Geduld und förderliche Strukturen braucht.
Die deutsche Übersetzung des Werkes - Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind — und manche nicht – ist z. T. irreführend. Gladwell beschreibt nicht den „Überflieger“, sondern wie er in seiner Einleitung klarstellt, den – auch statistisch zu verstehenden – „Ausreißer“, „Sonderfall“.
„Outliers are those who have been given opportunities – and who had the strength and presence of mind to seize them.“
Demnach waren die Beatles oder Bill Gates nicht erfolgreich, weil sie „so genial“ waren. Vielmehr konnten sie sich komplexen Aufgaben widmen, Weiterlesen »
Es ist gar nicht so einfach, für große Lerngruppen Präsentationsformen zu finden, bei denen sich nicht schnell Langeweile breit macht. Warum nicht da ansetzen, wo das Herz der jungen Menschen schlägt, nämlich bei der Musik, die sie beschäftigt und die sie mögen.
Diese Übung in Präsentationstechniken mittels Popmusik (im weitesten Sinne) ist immer bei Schülern (und der Lehrerin) beliebt: Die Schüler üben sich in der Wortschatzarbeit und im Umgang mit schwierigen Texten und lassen Aversionen gegen die Beschäftigung mit lyrischen Texten erst gar nicht aufkommen.
Die handschriftliche Wiedergabe des Liedtextes gibt Raum für künstlerische Gestaltungslust und ermöglicht en passant eine sehr intensive Auseinandersetzung mit dem sprachlichen und inhaltlichen Potential des Schriftstücks; das wiederholte Hören, gar Singen, des Liedes ist zweifelsohne eine wunderbare Methode der (sonst eher unbeliebten) Vokalbelaneignung. Die Kreativität (und Mühe) der Schüler bei der schriftlichen Gestaltung und bei der Vorstellung des Liedes überrascht in der Regel nicht nur die Lehrerin, sondern auch die Lerngruppe.
Diese Übung ist in allen Klassenstufen und Lerngruppen einsetzbar und fächer- und themenspezifisch varierbar. Die Vorgaben und Kriterien können teilweise oder ganz vorgegeben oder schrittweise erarbeitet bzw. ergänzt werden. Die Präsentationen können über mehrere Stunden oder Wochen oder in einer Präsentationswoche geleistet werden. Die Bewertungskriterien und deren Gewichtung werden gemeinsam vor der Präsentation festgelegt, ggf. im Prozess variiert.
Buckley H.: The Little Boy: Lehrer- und Schülerrolle aus poetisch-reformpädagogischer Sicht.
McCourt F.: Teacher Man. New York 2005. (deutsch: Tag und Nacht und auch im Sommer. Erinnerungen. München 2006): dreißig Jahre Unterrichtserfahrung aus der Sicht eines erfolgreichen Schriftstellers.
Schaarschmidt U. u. Klieschke U. (Hrsg.): Gerüstet für den Schulalltag. Psychologische Unterstützung für Lehrerinnen und Lehrer. Weinheim u. Basel 2007: wissenschaftlich.