Wer in der Schule Erfolg haben will, muss auch reden können.
Ein Nebeneffekt der von den Rahmenplänen geforderten Kompetenzorientierung an den Schulen ist die zunehmende Präsentationskonkurrenz (Performance-Hype) in den Schulen, die vornehmlich die lauten, forschen, selbstbewussten Lerner begünstigt. Wenn es allerdings zutrifft, dass sich 48 Prozent der Menschen in Europa als schüchtern einschätzen und ihr Denken und Handeln so von Angst- und Versagenssymptomen beherrscht wird, dass sie ihre tatsächlichen Fähigkeiten nicht zeigen können bzw. ganz verstummen - Selektiver Mutismus – dann ist es an der Zeit, die sogenannten stillen Schülerinnen und Schüler genauer unter die Lupe zu nehmen.
Gut gemeinte Formeln wie - “Du musst dich einfach mehr melden” - oder – “Du musst dir einfach mehr zutrauen” – werden jedoch erwiesenermaßen wenig fruchten. Lob und Ermunterung sind zwar ein Anfang, reichen aber nicht aus, schüchterne Kinder und Jugendliche aus der Reserve zu locken. Vielmehr brauchen sie positive Zuversicht und Beharrlichkeit, vor allem jedoch Aufgaben in der Schule, die ihnen helfen, ihre Angst ohne Druck zu überwinden und Raum für Lösungen bieten, bei denen ihre Stärken gefordert sind: Beobachtungsfähigkeit, Nachdenklichkeit, Hingabe, Empathie.
Einen umfassenden Einblick in die Befindlichkeit zurückhaltender Schülerinnen und Schüler und zahlreiche Übungen und Tipps zur Entwicklung der mündlichen Fertigkeiten im Regelunterricht bietet der Lerntrainer „Mündlich: gut” .


