Was sinnvolles Lernen ist, scheinen Kinder ganz pragmatisch für sich selbst zu entscheiden.
Darauf sollte sich jede Lehrperson bei ihrer Unterrichtsplanung einstellen.
Ein Experiment mit 18 000 Schulkindern in den USA und Bonuszahlungen von 6.3 Mio förderte zutage, dass Motivation zum Lernen in der Schule und die Vergütung durch Bares korrelieren können, aber nicht zwangsläufig müssen. “Bestechen” zu besseren Leistungen ließen sich die Kinder nicht.
Im Gegensatz zu den Mädchen lernen Jungen besser bei finanzieller Belohnung. Nicht nur im Umgang mit dem erarbeiteten Geld zeigten die meisten Kinder volkswirtschaftliche Kreativität bzw.erfolgsintelligentes Lernen. Die ausschlaggebenden Antriebskräfte sind in den meisten Fällen Alltagsrelevanz, Zielklarheit und Erfolgsgarantie.
So wie bei William Kamkwamba aus Malawi: Er wollte ein Windrad bauen, um die Hütte seiner Familie mit elektrischem Licht zu versorgen. In der Dorfbücherei fand er englischsprachige Lehrbücher, deren Inhalt er sich mithilfe der Darstellungen erschloss, und auf dem Schrottplatz des Dorfes fand er das Material, mit der er sein erstes Windrad zusammenbastelte.


