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Unterrichtsplanung I – Grundlagen des Lehrens und Lernens

10. Oktober 2010 von learningrosegarden

Unterrichtsplanung beginnt immer mit der Frage nach dem “Stoff”

Warum soll sich ein Schüler/eine Schülerin jetzt – zu diesem Zeitpunkt – auf diese Weise – mit eben diesem Aufgabenbereich beschäftigen?

In der Regel haben Anfänger im Lehrerberuf – aufgrund ihrer noch sehr präsenten, und in vielen Fällen nicht immer erfolgreichen schulischen Sozialisation -  ein feines Gespür für die Belanglosigkeit der einst gelernten Stofffülle und den begrenzten Wirkungshorizont der  Unterrichtsplanung über den Einzelfall hinaus.

Fortgeschrittene Unterrichtsplaner mühen sich tagtäglich an der leidvollen Erfahrung ab,  dass ein noch so gut geplanter (und gut gemeinter) Unterricht, der den bekannten didaktischen und methodischen Gesetzen folgt,  nicht zwangsläufig in erfolgreichen Lernhandlungen resultiert, sondern vielfach Langeweile und Vermeidungshaltungen generiert.

Die ernsthafte Reflexion der eigenen Lehrerrolle und Unterrichtsgestaltung mündet  unweigerlich in der Erkenntnis, dass pädagogisches Handeln von der Stärkung der Potentiale und Ressourcen der Lernenden geleitet wird, und nicht von der linearen Durchsetzung von Planungsvorhaben.

Ergo berührt die zweite Leitfrage  in der didaktisch-methodischen Planung  den Erfahrungswert des Lernstoffes und Lernprozesses:

Wie ermögliche ich den Schülerinnen und Schülern einen wirklichen Zugang zu den Inhalten, wie verlebendige ich den Lernprozess, wie bahne ich das Gefühl der Selbstwirksamkeit an?

Our Future

Ein Blick in die Klassenzimmer zeigt:

Der Schlüssel zu selbstwirksamem Lernen sind Formen kooperativen, partizipierenden, handlungsorientierten, selbstreflexiven Lehrens und Lernens.

Sie basieren auf dem Prinzip der Beziehung (positive Abhängigkeit, direkte Interaktion, individuelle Verantwortung, soziale Fähigkeiten, Gruppenprozess) und den Gesetzmäßigkeites des Lernens:

  • Wie überwacht man das eigene Lernen?
  • Wie plant man es?
  • Wie löst man den Gegenstand in einzelne Teile auf?
  • Wie beobachtet man sich selbst beim Lernen?
  • Wie kontrolliert und evaluiert man die Ergebnisse?

Unterrichtsplaner, die sich der systemischen Ungesichertheit des Lehr- und Lernprozesses bewusst sind und deren Tücken umschiffen wollen, finden die Details bei:

  • Arnold R. u. Arnold-Haecky B.:  Der Eid des Sisyphos. Eine Einführung in die systemische Pädagogik. Baltmmannsweiler 2009.
  • Becker Georg E.: Unterricht planen. Handlungsorientierte Didaktik I. Weinheim u. Basel 2007.
  • Brüning L. u. Saum T.: Erfolgreich unterrichten durch Kooperatives Lernen. Strategien zur Schüleraktivierung. Essen 2006.
  • Brüning L. u. Saum T.: Erfolgreich unterrichten durch Kooperatives Lernen. Neue Strategien zur Schüleraktivierung. Individualisierung. Leistungsbeurteilung. Schulentwicklung. Essen 2009.
  • Dubs R.: Lehrerverhalten. Ein Beitrag zur Interaktion von Lehrenden und Lernenden im Unterricht. Stuttgart 2009.
  • Grell J. u. Grell M.: Unterrichtsrezepte. Weinheim u. Basel 1999.
  • Gudjons H.: Frontalunterricht – neu entdeckt. Bad Heilbrunn 2003.
  • Helmke A.: Aktive Lernzeit optimieren. Was wissen wir über effiziente Klassenführung? Pädagogik 5/07, 44 – 48.
  • von Hentig H: Die Schule neu denken. Eine Übung in pädagogischer Vernunft. Weinheim u. Basel 2003 (erweiterte Neuausgabe von 1993).
  • Kooperatives Lernen, z. B. Planung von Unterrichtsstunden
  • Meyer H.: Was ist guter Unterricht. Berlin 2004.
  • Meyer H.: Leitfaden Unterrichtsvorbereitung. Berlin 2007.




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Veröffentlicht in Was Lehrer wissen sollten | Getaggt mit Ermöglichungsdidaktik, Gesetzmäßigkeiten des Lernens, Grundlagen des Lehrens und Lernens, Our Future, shift happens, Unterrichtsplanung, Unterrichtsstoff für die Zukunft | Hinterlasse einen Kommentar

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    Dr. Kordula Rose-Werle Specialist in Gifted Education (ECHA) - Fachleiterin für Berufspraxis am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien Trier - Unterrichtstätigkeit am Auguste-Viktoria-Gymnasium Trier

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