Ein Streiflicht zum Jahresanfang für Eva B.
Die Radio-Sendung Gesund und gleichzeitig krank – Ein Plädoyer gegen den Fitness- und Wellnesswahn - lief bereits im Jahr 2004 und hat damals „einen Nerv getroffen.“
Lag es am satirischen Einstieg, wonach man nur gesund ist, weil man nicht ausreichend untersucht wurde, aber immerhin nach 50 medizinisch-technischen Untersuchungen mindestens einen pathologischen sein Eigen nennen kann?
Lag es an der rheinländisch-humorigen Färbung der Darstellung, die Arztvisiten als sakrale Zelebrierung einer Gesundheitsreligion ad Absurdum führt und mit Binsenweisheiten wie „Aber wer gesund stirbt, ist definitiv tot“ oder „Der Spaß eines Menschen, Leben für einige Jahre zu retten, ist nur Spaß. Der Ernst ist selig Sterben“ (S. Kierkegaard) die Lacher auf seiner Seite hat?
Oder lag es nicht vielmehr an der unvermeidlichen Verunglimpfung des Lehrerberufs – womit sich das Posten dieses Artikels erklärt. Bei der Gesundheitsreligion handelt es sich nach Meinung des Verfassers Manfred Lütz um einen „volkspädagogischen Ansatz. Man möchte die Deutschen zwingen, gesund zu sein. Ich halte ohnehin die Deutschen für ein Volk von Lehrern, durch unterschiedliche Berufe nur verkleidet.“
Das wollen wir dann doch nicht unhinterfragt lassen. Wo der Zeitgeist weht und die Intelligenz nebulös schwärmen, darf professionelle Skepsis nicht fehlen. Wir wüssten gar zu gerne,










